Bild: HD-Projektor auf einem an der Wand befestigten Board, Inbetriebnahme samt Leinwand war im Dezember 2003. Blaue Couch über 2 Raumecken. Funkferngesteuerte Motor-Leinwand mit einer Bildbreite von 250cm, das Tuch entrollt sich einige Zentimeter vor dem Fernseher, welcher auf dem Center-Lautsprecher positioniert ist.   Schwenk durch´s Heimkino:  Video 1 / Video 2

Ton: Es kommt ein A/V-Receiver von Yamaha zum Einsatz mit insgesamt acht Lautsprechern, davon ein  Downfire-Subwoofer. Drei stehen vorne, hinter der breiten Couch sorgen vier Stück für den Surroundsound. Interessant ist der Effekt, den der Downfire-Subwoofer erzeugt: Die Couch vibriert ab einer gewissen Lautstärke, einem Buttkicker nicht unähnlich :-).

HD-Festplattenreceiver: Der zur Zeit vielseitigste Festplatten-Twin-HD-Receiver (mit bis zu 4 HD-Aufnahmen zugleich und einem fünften Sender, der noch live angezeigt wird) ist der Humax iCord. Seit Januar 2008 sorgt er für den HD-Empfang von Sendern wie Anixe HD, Arte HD (Astra 19,2E) bis BBC-HD (Astra 28,2E).  Hilfreiche Webseiten zum iCord HD:  Anleitung,  Support-Forum,  Tipps & Tricks

Heimkino-PC:  PC-System für HDTV, Diashow, Internet etc. Wichtig war hierbei vor allem der Lärmpegel, der Rechner sollte flüsterleise sein. Dies gelang dank sehr leisen Lüftern von Netzteil, Prozessor und Grafikkarte. Dank großen Festplatten sind immer sehr viele US-Serien, Kinofilme, Dokumentationen etc. in HD (1080i und 720p) verfügbar. 

Playstation-3:  Multitalent als BluRay-Player, DVD-Player, CD-Player, MP3-Player, Diashow-Player. Und nicht zuletzt HD-Spielekonsole.

Sony DVP NS-730: Einer der ersten DVD-Player mit PAL-progressive-Ausgabe (DVD-Vollbilder), reagiert schneller auf Befehle und ist schneller hochgefahren als die Playstation 3 und wird deshalb noch bei DVD und CD-Wiedergabe verwendet.

Licht & Systemfernbedienung: Fernbedienbare Lampenleistung etwa 700 Watt in 5 Gruppen, verteilt auf diverse Lichtbänder, Lichterketten & Spotlights, teils dimmbar. Fernbedient wird das gesamte Heimkinoequipment mit einer Logitech Harmony 885.  Nützliche Webseiten: Funkgesteuerte Geräte mit Infrarot-Fernbedienung steuern Fragen und Antworten Harmony 885,  Programmierung für Einsteiger

 

Heimkino in der Praxis:

Der gesamte Gerätepark wird über eine Systemfernbedienung gesteuert (unter Verwendung von Funk- und Bluetooth-Umsetzern). In diesem Fall mit einer Logitech Harmony 885 mit Farbdisplay, zu sehen im "Nightmode" (Farbdisplay aus) im Bild rechts. Ersetzt werden dadurch alle auf dem unteren Bild zu erkennenden Fernbedienungen. Nur der Heimkino-PC wird weiterhin mit der optischen Funk-Maus bedient. Die Harmony-Serie von Logitech ist eine sogenannte aktionsgesteuerte Fernbedienung, d.h. zuerst werden alle im Heimkino verwendeten Geräte mittels Herstellerangabe und Modellbezeichnung aus einer Liste auf der Logitech-Webseite eingegeben, die Befehle sodann auf die Harmony übertragen und anschließend logisch für verschiedene Aktionen miteinander verknüpft. So fährt beispielsweise auf einen (!) Knopfdruck neben dem im Display angezeigten  "Beamer TV"  die Leinwand nach unten, der Projektor schaltet sich ein, der richtige Video-Eingang am Projektor wird gewählt, der A/V-Receiver schaltet sich ein und der korrekte Audio-Eingang wird eingestellt.  Sodann  schaltet sich der DVD-Player ein, das Licht wird gedimmt und der Film startet. Alles wie gesagt mit nur einem Knopfdruck, zu sehen im Bild links.

Hat man sich erst einmal an diese Automatik gewöhnt ( die ist sogar "Babysitter-proof" ! ) ist man froh den ganzen Fernbedienungszoo vom Tisch verbannt zu haben...

 

Zeitlicher Aufwand für die Umrüstung zum Heimkino: Im Unterschied zum Aufstellen eines neuen Flach-TV-Gerätes bedeutet eine Installation mit Leinwand, Projektor, vielen Lautsprechern, Subwoofer und Zuspielgeräten einen deutlich größeren Planungsaufwand, auch aufgrund der Verkabelung bei der räumlichen Differenz der Technik. Schon die Auswahl einer geeigneten großen Couchgarnitur, die fast zentimetergenau hinten an den Grundriss des Raumes passen sollte, erforderte doch einige Besuche in Möbelhäusern. Die Platzierung der Geräte neben der Leinwand war recht einfach, fast alle Zuspielgeräte stehen auf einem Schrank vor den sich jetzt die Leinwand entrollt. Sie sind so ohne Probleme fernbedienbar. Einzige Ausnahme ist der Heimkino-PC rechts unten neben dem Schreibtisch, der beim Heimkinobetrieb mit schwarzem Tuch abgedeckt wird. Die Fernbedienung mittels Funkmaus & Funktastatur ist aber auch hier kein Problem. Hinter der Leinwand steht auf einem kleinen Schrank noch ein Fernsehgerät. Alle Zuspielgeräte sind sowohl mit dem Fernseher als auch mit dem Projektor verbunden. Die Verbindungen für den Ton laufen (digital oder analog) über den Heimkinoreceiver und werden sodann auf die acht Lautsprecher verteilt ( 1xCenter, 2x Front, 4x Rear, 1x Subwoofer), wobei alle Kabel verdeckt an einer Seite des Raumes verlaufen, das längste Audiokabel ist 15 Meter lang.  An baulichen Veränderungen wären die Montage eines Projektorboards an der Wand hinter der Couch sowie der Motorleinwand an der Decke zu nennen. Zum Projektor verlaufen sieben einzelne Kabel, davon alleine drei für die Komponentenverbindung mit jeweils 10 Meter Länge. Am aufwändigsten gestaltete sich die Montage der Motorleinwand. Mit zwei Mann über Kopf anhalten, Bohrungen markieren, Bohren, Dübel setzen, Halterungen incl. Leinwand befestigen, mit Wasserwaage einmessen, Netzkabel an der Decke entlangführen und Empfänger für die Funkfernsteuerung befestigen. Das Einrichten des Heimkino-PC´s, Einstellen des Projektors und Abstimmen auf die Leinwand sowie Einpegeln der Audioanlage liefen dann im Anschluss mehr unter "Spaß"...

 

Bei Einrichtung des Heimkinos waren zunächst ein DVD-Player, ein Festplattenreceiver für digitales Satellitenfernsehen sowie der NTSC-Videorekorder (als TV-Signal-Lieferant für AFN, terrestrisch) angeschlossen. Recht schnell kam noch ein neuer Heimkino-PC hinzu, der via DVI mit dem Projektor verbunden wurde. Im Jahre 2004 war das die einzige praktikable Möglichkeit HD-Signale auf die Leinwand zu bekommen, wobei recht schnell klar wurde das dies bei Spielfilmen ein Riesenunterschied zur veralteten PAL-Norm darstellt. Mittels der eingebauten DVB-S-Karte gelangten so zum ersten Mal auch HD-Sender wie Euro 1080 auf die Leinwand, ein echter Genuß. Auch sammelten sich auf der externen Festplatte recht schnell diverse Mitschnitte von HD-Filmen der in den USA schon stark verbreiteten HD-Sender an. Einer der Ersten war "Das fünfte Element", besonders beeindruckend und immer mal wieder als Vorführszene verwendet war der Sprung vom Hochhaus durch den fliegenden Verkehr. Auch die Eröffnungssequenz von "Gladiator" in HD mit der Teutonenschlacht musste öfter als Demo herhalten.

Zum Thema Filmformate im Heimkino mit vielen angeschlossenen Geräten ist anzumerken das genau dann auch tatsächlich alle Formate von 4:3 bis 21:9 (im Extremfall sogar 24:9 bei "Ben Hur") irgendwie auf die Leinwand kommen müssen. Ein festes Leinwandformat (wie 21:9 oder 16:9) kann man zwar installieren, allerdings nur bei reinen Hollywood-Kinofilm-Kinos. Spätestens bei alten 4:3-Filmen wie "Casablanca" oder "Raumschiff Orion" hat man dann aber ein echtes Größenproblem. In diesem Kino wird die Leinwand öfter dem Bildsignal angepasst, es gibt ja auch heute neue Produktionen in HD  und 4:3. Bestes Beispiel ist die restaurierte Version der alten Star Trek Folgen, ausgezeichnet umgesetzt übrigens! Die Anpassung zeigt sich bei der verwendeten Motorleinwand in der Bildhöhe, die bei 21:9 etwa 106cm beträgt und bis über 160cm reicht bei dem 4:3-HD-Bild von Star Trek. Dazu ist es recht praktisch das der Projektor auf einem Board über der Couch steht. Man kommt da bequem von der Couch aus an die Bedienelemente von Lensshift und Zoom heran.

Am meisten überrascht hat die Vielseitigkeit des Heimkinos, das noch vorhandene TV-Gerät wird fast nur noch zum Programmieren des Festplattenreceivers verwendet. Und selbst das TFT-Display am PC wird öfter zugunsten der Leinwand vernachlässigt. Das war bei der Planung gar nicht so klar oder gar beabsichtigt. Der Hauptgrund für den Kauf des Projektors und der Leinwand war 2003 erst einmal nur die damals bei einer Vorführung überzeugende Bildqualität bei Zuspielung von einem progressiven DVD-Player. Recht schnell war aber klar das digitales Sat-TV oder gar HD-Signale via PC auch überzeugend nutzbar sind, gerade nach der Erhöhung der Bitrate im Zuge der Fußball-WM 2006. Selbst ein brauchbares analoges NTSC-Signal, in diesem Fall vom US-TV-Sender der Wiesbaden Airbase via Dachantenne, sorgt im Winter während der Football-Saison für viele Stunden Unterhaltung.

 

           

 

Umrüstung einer 90cm-Satellitenschüssel von Astra 1 / Hotbird (19,2 E / 13,0 E) auf Astra 1 / Astra 2 (19,2 E / 28,2 E)  für BBC-HD-Empfang:  Aufgrund der unbefriedigenden Versorgungssituation in Deutschland im Jahre 2008 mit HD-Sendern wurde die Satellitenschüssel, die bisher schielend Astra 1 und Hotbird anpeilte umgerüstet. Die zweite Empfangseinheit für Hotbird brachte im Laufe der Jahre leider keinen brauchbaren zusätzlichen Sender und erfüllte somit auch keinen sinnvollen Zweck mehr.

           

Sehr viele Anlagen der letzten Jahre wurden gleichwohl mit Empfangsmöglichkeit für Astra und Hotbird installiert. Für den deutschsprachigen Raum bringt dies heute leider keinen Vorteil, da sich praktisch alle wichigten Sender auf Astra 1 befinden und in den letzten Jahren zudem auch keine solchen auf Hotbird hinzugekommen sind. Da sich auf Astra 2 ( genauer: Astra 2D auf 28,2 Grad Ost ) aber die gesamte frei empfangbare BBC-Gruppe incl. dem vielgelobten BBC-HD befindet bot sich eine einfache Umrüstung an. Damit kommen sehr viele Filme über die britische öffentl./rechtl. Sendergruppe im Originalton und in digitaler Sat-Qualität rein. Das Highlight ist ganz klar BBC-HD, frei empfangbar ohne Gebühren und mit besserer Bildqualität als das deutsche Pay-TV Premiere HD. Im Jahre 2008 wurden zur großen Freude auch der deutschen HD-Zuschauer u.a. die Fußball-EM, Wimbledon und die olympischen Spiele aus Peking übertragen, teils 14 Stunden am Tag.

Die Bilder oben zeigen die Situation vor und während der Umrüstung.  Auf den beiden linken Bildern ist die Ausgangssituation mit dem Doppelempfangsadapter speziell für Astra1 / Hotbird zu sehen. Die beiden Halterungen für die Empfänger sind in vorgegebenem Abstand fest miteinander verbunden. Der Adapter für die Alu-Schiene an der Schüssel passt in diesem Fall für Hirschmann-Schüsseln. Dieser Hersteller bietet auch eine sogenannte "Multifeed-Schiene" an. Gleiche Adapterfassung, aber nun können mit etwas anderen Halterungen die Empfangseinheiten auf der Schiene frei verschoben werden. Auf dem dritten Bild sieht man noch die alte Halterung an den Empfängern, die Multifeed-Schiene ist aber schon an der Schüssel eingesteckt. Jetzt noch die Halterungen tauschen und mit den üblichen Messgeräten die beiden Satelliten anpeilen. Der Techniker ist bei den Einstellarbeiten auf dem vierten Bild zu sehen.

Die Anlage auf dem Bild arbeitet mit 2 Quattro-Empfängern und einem Multischalter unter dem Dach in den auch noch das terrestrische analoge NTSC-Signal des amerikanischen Soldatensenders AFN eingespeist wird (der Sendemast steht nur ca. 15 km entfernt). Somit kann von jedem der 4 Leitungen, die aus dem Multischalter durchs Haus gezogen wurden jedes Programm jedes Satelliten gesehen werden, außerdem liegt auf jedem Anschluss zusätzlich das NTSC-Signal von AFN.

 

 

Projektor:                             Sanyo Z2 ( LCD 1280 x 720 )
Motorleinwand:                    Bildgrößen:  250x140cm (16:9),  250x107cm (21:9),  215x160cm  (4:3)  -  (  Funkferngesteuert 250x180cm - Gainfaktor 1,2 )
A/V-Receiver:                     Yamaha in 7.1-Konfiguration
Lautsprecher:                      2x Isophon Luna 2000, 1x HECO Odeon Center, 4x JBL Control 1, 1x Yamaha Subwoofer 
BluRay, DVD, CD-Player: Playstation 3, Sony DVP-NS730
SAT-Receiver:                  Humax iCord (HD)
HDTV:                             Heimkino-PC mit DVB-S-Karte,  Funkmaus & Tastatur,  160 GB intern, extern 300 GB
Röhren-TV & VCR:        Sony-TV (100 Hz), Deutscher Videorekorder (PAL), US-Videorekorder (NTSC) für AFN-Empfang terrestrisch

                      

Leinwand ausgefahren                                                                              Leinwand eingefahren

     

 

Projektor-Kabel:    10m Komponentenkabel (Receiver zum Projektor) / 2x2m Komponentenkabel (DVD-Player und Humax iCord zum Receiver) 10m RGB-Scart auf VGA-Kabel (Festplattenreceiver) / 5m DVI-Kabel (PC) / 30cm Adapterkabel (DVI auf DVI & VGA) / 10m S-Video-Kabel (Camcorder) / 10m Compositekabel (NTSC-VCR für AFN)    TV-Kabel:   3m Scartkabel (DVD-Player) / 3m Scartkabel (Festplattenreceiver) / 3x3m Compositekabel (Videorekorder über Receiver)     Lautsprecher-Kabel:    15m-Kabel Subwoofer / 2 x 5m-Kabel Frontboxen  / 3m-Kabel Center / 9m-Kabel Surround R / 11m-Kabel Surround C / 12m-Kabel Surround L     Mehrkanal-Audio-Kabel:    1m-Kabel optisch (DVD-Player) / 5m-Kabel optisch (PC) / 1m-Kabel koaxial (Festplattenreceiver) / 1m-Kabel koaxial ( Zweiter Festplattenreceiver)

 

Beleuchtung (fernbedienbar):
- Couchhinterleuchtung 1xRot  1xGelb:                      2  x  50 Watt
-  Leuchtbänder Couch 10m,
1xBlau  1xWeiss:          2 x 160 Watt
-  Deckenbeleuchtung (dimmbar)
2x Blau  1xGrün:      3  x  50 Watt
-  Lichterketten CD-Regale:                                         3  x  15 Watt
-  Halogenbeleuchtung Regale & T                                5  x  20 Watt

           

HD-Aufnahmen mit dem Humax iCord: